Gibt es positiven Druck? Möglicherweise. Allerdings nicht für Kinder.

Erst Erwachsene können damit umgehen, weil sie bereits die Erfahrungen gemacht haben die ihnen dabei helfen.

Ein Kind geht unter Druck kaputt. Druck hat nichts Positives.

Was bedeutet Druck?
Aufregung, Stress, Anspannung, Belastung, … ?

Aufregung, nein das ist kein Druck, Stress schon eher, Anspannung vielleicht, Belastung, oh ja!

Druck entsteht, wenn Überforderung eintritt. Druck meint nicht Herausforderung, sondern einen Zustand von Ausweglosigkeit der irgendwie bewältigt werden muss. Da die Sache an sich nicht zu bewältigen ist, also in unserem Fall ein Lerninhalt nicht verstanden wird und er dennoch erledigt werden soll, findet der Mensch einen Ausweg. Der kann unterschiedlich aussehen. Prokrastination, Verweigerung, betrügen, lügen, täuschen, tarnen, zuletzt wird er krank. Und wer kennt nicht das Bauchweh oder die Übelkeit bei Kindern?
Hier hat sich der Überlebensmodus aktiviert. Dein Kind täuscht hier keine Schmerzen vor, sondern hat tatsächlich welche, nur nicht im Bauch.

Herausforderungen sind zu bewältigen und können ebenso mit Hilfe unterschiedlicher Strategien zu einem guten Ende gebracht werden.

Es liegt also nicht am Mangel von Strategien, sondern an der Aussichtslosigkeit einer Situation die diesen Druck verursacht.

Kinder sind uns anvertraut. Es liegt in unserer Hand ihnen einen gelungenen Tag voller neuer Entdeckungen und Erkenntnisse zu bereiten, oder einen voller Sorgen und Angst etwas wieder nicht schaffen zu können.

Es ist nicht sinnvoll ein Kind zu überfordern. Fordern sollten wir ein Kind allemal! Nicht ständig, aber immer wieder mal müssen Aufgaben dabei sein, die ein klein wenig über dem liegen, was ein Kind schon einmal geschafft hat. Das ist Ansporn und befeuert den Ehrgeiz. Das darf auch schwer sein, muss aber wohl dosiert werden. Scheitert es an einer Aufgabe, helfen wir weiter und zeigen ihm, dass es mit Hilfe zu einer Lösung kommen kann. Auch das hat einen großen Wert. Es lernt dann um Hilfe zu bitten und neue Lösungswege zu erschließen.

Die Frage bleibt im Grunde stets dieselbe:
Was möchte ich mit den von mir gesetzten Handlungen erreichen?

Es ist sehr sinnvoll Erziehungsziele zu formulieren, sich klar darüber zu werden welche Maßnahmen auf dieses Ziel einzahlen, welche kontraproduktiv sind, welche nicht, was macht man, wenn es anders läuft als erwartet, wie will man reagieren, was soll dann geschehen, welche Konsequenzen ziehe ich für mich daraus, setze ich welche bei meinem Kind, was sind angebrachte Konsequenzen?

Was will ich mit der Art und Weise wie ich mit meinem Kind umgehe erreichen?

Und auch, wenn wir alle auf Kohlenstoff basieren, so werden aus uns unter Druck noch lange keine Diamanten.

Griaß eich die Madln, servas die Buam!

Frau mit braunen Haaren und braunem Pullover

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